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Bombengeschäft

"Achtung . . .

. . . hier spricht der
Epresser Dagobert"

Meine erste
Buchveröffentlichung.

Dagobert

Karin-Kramer-Verlag

Berlin 1994

Dagobert-Geschichten Phantastische Geschichten um einen Kaufhauserpresser. Dagobert machte einst Schlagzeilen und inspirierte selbst namhafte Krimiautoren.

(Argon-Verlag, Berlin 1994)

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und wie geht's weiter . . .?

Nun, das ist in der Tat eine gute Frage. Aber gute Fragen verdienen gute Antworten.

 

Bei der Arbeit an meinem gegenwärtigen Roman "Wie schmeckt der Himmel" ist das Manuskript ist weit genug fortgeschritten, um einen Verleger dafür zu interessieren.

Folglich habe ich genau das getan, die ich zuvor beschrieben habe:

 

1. Verlage suchen, die dafür in Frage kommen

  • im Internet
  • im heimischen Bücherschrank
  • bekannte und befreundete Autoren fragen

nach ihren Verlagen. Nicht nach ihrer Meinung zum Manuskript. Das haben bisher nur meine Freundin und meine Schwester gelesen. Als Kritiker sind nahe Verwandte weniger gut geeignet. Unbefangene Erstleser sind ehrlicher, glaube ich. Außerdem sind Ehefrau oder Freundin oft zu sehr in den Schreibprozess eingebunden, um beispielsweise Brüche im Ablauf oder Logik des Plots zu erkennen.

 

2. Verlage anschreiben und fragen, ob Interesse an dem Manuskript besteht.

 

Ich bin der Meinung, ein Verlag, der schreibt: "Schicken Sie's mal her", wird es tatsächlich lesen. Alle anderen haben auch dann kein Interesse, wenn ihnen die Seiten mit rosa Schleifchen unaufgefordert auf den Schreibtisch flattern.

Anfragen kann man telefonisch. Das ist nicht der schlechteste Weg, um schon mal einen ersten persönlichen Eindruck zu hinterlassen.

Die meisten Verlage habe ich per e-Mail angeschrieben. Wichtig ist, sich zu erkundigen, ob sie das komplette Manuskript wünschen und in welcher Form. Die meisten Lektoren wollen nur einen Ausschnitt. Also entweder die ersten 30 bis 40 Seiten oder ein, zwei repräsentative Kapitel.

Noch wünscht sich die Mehrzahl der Lektoren den künftigen Roman als Ausdruck, nur eine Minderheit akzeptiert sie auch in digitaler Form. In diesen Fällen habe ich die Leseprobe als PDF-Datei verschickt.

Was alle Lektoren neben dem Manuskript wollen, ist ein Exposé und eine kurze Biografie des Autoren. Biografie heißt NICHT Lebenslauf. In die Biografie gehört auf jeden Fall ein kurzer beruflicher Werdegang und frühere Veröffentlichungen, falls erfolgt.

Das Exposé sollte auf jeden Fall erläutern, wie der Autor für das Manuskript recherchiert hat, beziehungsweise noch recherchiert.

Recherche ist etwas, das außer für einen Fantasy oder Science-Fiction-Roman äußerst wichtig ist. In Frage stellen und nachprüfen sollte man fast alles, das man beschreibt. Ein einfaches Beispiel: Ein Autor schreibt von einem Hamburger Polizisten und behauptet, er habe grüne Sterne auf der neuen Uniform. Ist natürlich Quatsch, denn die Dienstgradabzeichen der Hamburger Polizei im mittleren Dienst sind blau, wie die neue, vor wenigen Jahren eingeführte Uniform. Hätte der Autor recherchiert, wäre dieses Lapsus korrigiert worden.
Auch zum Thema Exposé gibt es zahlreiche Seiten im Internet. Unübertroffen sind jedoch meiner Auffassung nach die Exposé-Anforderungen, die der Gmeiner-Verlag in Meßkirch formuliert at und jedem interessierten Autoren zusendet. Am Ende der Seite können sie als PDF-Datei heruntergeladen werden. Zum Öffnen ist ein Passwort notwendig. Es lautet gmeiner.

 

3. Buch führen

 

Wem habe ich wann in welcher Form welches Manuskript geschickt? Wäre peinlich, wenn man einem Verlag zwei Mal denselben Roman anbiete. Vor allem, wenn er ihn zuvor schon abgelehnt hatte.

Bei der Buchhaltung kann beispielsweise das kostenpflichtige Programm Writer's Project Organizer helfen.

 

 



Autor: weso -- Mittwoch, 04. Februar 2009; 17:28:43 Uhr

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